123, New Lenox Chicago, IL 60606
For a Free Consultation, Call 770-483-8640
Was Sie über Wespen Wissen sollten
Was sind Wespen?
Wespen sind sehr nützliche Tiere und haben ihren festen Platz im natürlichen Kreislauf. Einerseits bestäuben sie Blüten und andererseits nehmen sie als Insektenverzehrer die Rolle natürlicher Schädlingsbekämpfer ein.
Raupen und kleine Insekten müssen sich vor allem im Sommer vor Wespen fürchten, denn zu dieser Jahreszeit wird der Wespen Nachwuchs mit ihnen versorgt. Der Mensch fürchtet auch die Wespe, da Sie im Herbst Ausschau nach Zucker zur Stärkung der jungen Wespenkönigin halten.
Da werden Gäste mal belästigt, die auf der Terrasse ein Stückchen Kuchen genießen wollten. Im Herbst beginnt die Wespe, sich um sich selbst zu kümmern. Da sie durch die monatelange Fürsorge für Brut und junge Königin ausgelaugt sind, benötigen sie weiterhin kohlenhydratreiche Getränke und Speisen.
Was diese Wespen nicht wissen ist, das Sie den Winter nicht überleben. Nur die junge Königin wird nach der Winterstarre an einem geschützten Plätzchen in die neue Saison starten.
Welche einheimischen Arten gibt es?
In Deutschland gibt es mehrere Hundert Wespenarten. Die wenigsten dieser Arten leben sozial und gründen einen Wespenstaat, wie er allgemein bekannt (und als Wespennest gefürchtet) ist. Bei dieser Mehrzahl der nicht sozial lebenden Insekten, den so genannten solitären Wespen, versorgt das Weibchen den Nachwuchs alleine.
Viel bekannter sind die Wespenarten, die Sommerstaaten bilden und deren Mitglieder ausschwirren, um Nahrung für den Nachwuchs und die nächste Königin zu organisieren. Zu diesen sozialen Wespen gehören drei Gruppen: Die Langkopfwespe, die Kurzkopfwespe und die Echte Wespe.
Zu den Langkopfwespen zählt etwa die Sächsische Wespe, deren Anwesenheit man an grauen Nestern in Dachböden erkennen kann. Diese Nester sind oft bereits im Spätsommer verwaist, da die Staaten dieser Art ebenso schnell zugrunde gehen, wie sie im Frühjahr gegründet wurden.
Unter den Kurzkopfwespen sind vor allem die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe bekannt. Sie sind es, die riesige Staaten von mehreren tausend Individuen bilden und im Haus oft erst durch Zufall entdeckt werden. Zudem sind sie extrem langlebig und finden sich oft bis in den frühen Winter in Küchen ein, um nach Süßigkeiten und Fleisch Ausschau zu halten.
Die Echte Wespe ist in Deutschland nur durch die Hornisse vertreten. Wenn sich am Abend ein vier Zentimeter großer Brummer im Garten einfindet, dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Hornisse.
Hornissen sind die einzigen nachtaktiven Exemplare. Hornissen sind sehr friedfertige Tiere und neigen in brenzligen Situationen eher zur Flucht als zum Angriff. Sollte es doch einmal zu einem Hornissenstich kommen: Er ist nicht gefährlicher als der Stich anderer Wespen.
Gibt es besonders aggressive Arten?
Sowohl der Deutschen Wespe als auch der Gemeinen Wespe wird eine gewisse Aggressivität vorgeworfen. Diese Einschätzung hat ihren Ursprung allerdings mehr in der Unkenntnis der Menschen als in der Gefahr, die tatsächlich von den Tieren ausgeht.
Der Eindruck der Aggressivität kommt unter anderem daher, dass diese Arten als besonders imposante Staaten auftreten und allein dadurch Respekt einflößen.
Zudem bauen Gemeine und Deutsche Wespen ihr Nest bevorzugt an versteckten Stellen, sehr gerne in der Erde. Mit ein wenig Naturbeobachtung im eigenen Umfeld sind diese Nester anhand des regen Flugverkehrs zu erkennen. Umgangssprachlich werden diese Arten deshalb auch Erdwespen genannt.
Bleibt diese Beobachtung aus, wird solch ein Nest meist erst durch Darauftreten entdeckt, was die Tiere als Gefahr empfinden. Stiche zur Gegenwehr sind dann schon einmal möglich. Doch welcher Mensch fühlte sich nicht bedroht, wenn sein Haus eingetreten würde?
Von ihrer Natur her oder gar grundlos sind Wespen keinesfalls aggressiv. Es ist völlig unproblematisch, eine Wespe auf dem Handrücken krabbeln und das Objekt inspizieren zu lassen. Sie wird ohne weitere Aktion davonfliegen, sofern man keine wilden Bewegungen vollführt, um das Tierchen zu vertreiben.
Wie vermehren sich Wespen?
Bei einem Wespenstaat überlebt allein die bereits befruchtete Königin den Winter. Nach der Winterstarre wird sie aktiv. Sie sucht einen geeigneten Standort zum Nisten und legt dort den Grundstein für den neuen Staat – in Form von Eiern und der ersten Etage des Nestes.
Die daraus erwachsenden ersten Tiere des neuen Staates in Form von Arbeiterinnen werden von der Königin so lange versorgt, bis sie in der Lage sind, den Nestbau fortzusetzen, auf Nahrungssuche zu gehen und neue Larven zu füttern. Die Altkönigin ist fortan nur noch damit beschäftigt, weitere Eier zu legen. Es wird allerdings die letzte Wespensaison sein, die sie erlebt.
Beim Staatenaufbau schlüpfen sowohl Jungköniginnen als auch Drohnen. Drohnen kümmern sich um die Begattung der ausgewählten Damen, die ihrerseits als befruchtete neue Königinnen den Winter überleben und für den Fortbestand der Art in der kommenden Saison sorgen werden.
Der Nestbau
Wespen benutzen Altholz, um ihre Nester zu bauen. Dieses Altholz wird zerkaut und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit grauem Altpapier. Das Nest wird von oben nach unten erstellt, wobei die Waben und Einflugöffnungen unten liegen.
Üblicherweise beginnt die Altkönigin der vorhergehenden Saison mit der Aufbauarbeit des neuen Nestes. Es wird in Hohlbereichen in Bäumen oder in der Erde installiert. Der Bau wird von den frischen Arbeitskräften fortgesetzt, die von der Altkönigin so lange versorgt werden, bis sie diese Arbeitsleistung ausführen können.
Was hilft gegen Wespen?
Gegen ein besiedeltes Wespennest sollte nichts unternommen werden. Solange man einen Abstand von einigen Metern einhält und die Tiere nicht in Aufruhr bringt, werden Wespen nicht angreifen oder eine sonstige Gefahr darstellen.
Die Einflugöffnung sollte keinesfalls behindert werden, da die Wespe sowohl einen anderen Weg finden wird als auch aggressiv reagieren könnte. Sobald das Nest im Spätherbst verlassen ist, kann man es entfernen und das Umfeld gründlich reinigen.
Dadurch kann man verhindern, dass sich die Insekten in der kommenden Saison an dieser Stelle niederlassen. Damit sich Wespen aufgrund ihres Süßhungers nicht im direkten Umfeld bedienen, sollte man im Sommer und Herbst Gläser im Freien abdecken oder nur mit Strohhalm aus ihnen trinken.
Ebenso hilft es, süße Speisen und Nahrungsmittel im Freien generell abzudecken. Kindern sollte nach dem Genuss süßer Speisen der Mund abgewischt werden.
Man sollte auf Parfüm und Duftstoffen verzichten, da manche Wespen davon magisch angezogen werden. Auch Kleidung mit bunten Designs sollten vermieden werden, da es sich für die Wepse um eine Blumenwiese handeln könnte.
Mit weißer Kleidung passiert das weitaus seltener. Auf weißer Bekleidung im Freien werden übrigens auch Zecken leicht erkannt. Wespenbesuch im Haus kann durch Fliegengitter vermieden werden. Es gibt praktische Lösungen mit Gaze und Klettband, die rasch montiert und wieder entfernt werden können. Noch mehr Tipps im Beitrag: Was hilft gegen Wespen?.
Wie lassen sich Wespen vertreiben?
Das Vertreiben ist nicht wirklich möglich. Viel besser funktioniert die Ablenkung: Zwei Schülerinnen fanden im Rahmen von „Jugend forscht“ heraus, dass die Ablenkung mit überreifen Weintrauben besonders gut klappt.
Stellt man einige Meter vom Buffet auf der Terrasse ein spezielles Wespen-Buffet mit einigen reifen Trauben auf, so dürfte man von tierischen Bittstellern unbehelligt bleiben.
Weniger ratsam ist das Anpusten, da in der Atemluft Stoffe enthalten sind, die Wespen in Rage bringen. Auch abrupte Bewegungen, um die Tiere zu vertreiben, sind nicht wirksam.
Abwehrbewegungen werden als Bedrohung wahrgenommen und führen zu Reaktionen, die mit einem Stich enden. Wird man von einer Wespe umschwirrt und fühlt sich nicht wohl dabei, so hilft ruhiges Aufstehen und Weggehen.

Add Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Jetzt Anrufen