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Bettwanzen erkennen – 7 typische Anzeichen für Bettwanzen
Woran erkenne ich einen möglichen Bettwanzenbefall?
Bevor drastische Maßnahmen zur Bekämpfung von Bettwanzen ergriffen werden, ist es sinnvoll sich erst einmal zu vergewissern, dass es sich tatsächlich um Bettwanzen handelt. Dafür gibt es eine Reihe unterschiedlicher Indizien, die überprüft werden können:

 

a. Lebende Bettwanzen erkennen

Bettwanzen sind sehr kleine, braune Insekten mit ovaler Form. Trotz ihrer geringen Größe sind die ausgewachsenen Tiere mit bloßem Auge erkennbar. Vor ihrer Nahrungsaufnahme sind sie sehr flach. Nachdem sie Blut gesaugt haben, können sie sich um einige Millimeter vergrößern.

Bettwanzen haben die Größe von Marienkäfern, Sie können aber nicht fliegen. Jedoch bewegen sie sich sehr flink und sind in der Lage, Wände und Decken zu erklimmen um sich auf ihr Opfer fallen zu lassen.
Glatte und rutschige Oberflächen bereiten ihnen hingegen Schwierigkeiten. Da Bettwanzen nachtaktiv sind, verstecken sie sich tagsüber und sind nur schwer auffindbar. Bis eine Bettwanze vollständig ausgewachsen ist, muss sie verschiedene Stadien durchlaufen.
b. Bettwanzenbisse erkennen
Bettwanzen beißen Menschen in der Regel, wenn sie schlafen. Dabei werden sie von der Wärme und dem CO2-Ausstoß der Menschen angelockt. Sind sie einmal bei ihrem Opfer angelangt, beißen sie in der Regel an mehreren Stellen zu, bis sie ein geeignetes Blutgefäß getroffen haben. Dadurch befinden sich die Bissspuren häufig in einer Reihe und werden als „Wanzenstraße“ bezeichnet.
Manchmal vergehen einige Tage bis die die Reaktionen auf die Bisse auf der Haut zu sehen sind. Dadurch ist es auf Reisen mit Zwischenstopps in unterschiedlichen Unterkünften schwierig zu beurteilen, wo es tatsächlich passiert ist.
Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass jeder Mensch anders auf Bettwanzenbisse reagiert. So kann eine Person sehr starke Reaktionen auf Bettwanzenbisse zeigen die über starken Juckreiz hinaus gehen, eine andere Person zeigt möglicherweise gar keine Reaktion auf Bettwanzenbisse. Es muss sich auch nicht immer um Bettwanzenbisse handeln, da ähnliche Hautreaktionen auch von anderen Insekten ausgelöst werden. Dazu zählen u.a. Mücken, Zecken und Flöhe.
Zudem können stich-/bissähnliche Hautreaktionen und Hautausschläge auch komplett andere Ursachen haben. In diesem Zusammenhang könnten Nebenwirkungen von Medikamenten, andere Allergien und Hormonstörungen eine Rolle spielen.
Vielleicht habt ihr es auch schon mal erlebt, dass sich jemand gejuckt hat und von Bissen oder Stichen in Zusammenhang mit Bettwanzen oder anderen Insekten erzählt hat, und plötzlich fängt es bei einem selbst an zu jucken. Auch diese Form der Einbildung spielt eine Rolle und wird als Autosuggestion bezeichnet. Daher sind die Bissspuren ein wichtiges Indiz eines Bettwanzenproblems, aber nicht unbedingt das aussagekräftigste.
c. Kotspuren
Bei den Kotspuren der Bettwanzen handelt es sich um verdautes Blut, welches von ihnen wieder ausgeschieden worden ist. Sie hinterlassen ihre Exkremente potentiell überall dort, wo sie sich auch aufhalten. Ihr könnt an eurer Bettwäsche schauen, ob ihr kleine schwarze bis dunkelrote Flecken finden könnt. Schaut auch am Bettkasten und der Matratzenunterseite.
Wenn Sie auf Reisen in eine neue Unterkunft einchecken, sollten Sie prüfen ob Sie kleine schwarze Punkte an der Matratze finden.
d. Nymphenhäute bzw. tote Bettwanzen erkennen
Neben lebenden Bettwanzen kann man auch natürlich abgestoßene Nymphenhäute oder tote Bettwanzen erkennen. Bettwanzen durchlaufen mehrere Stadien von der Larve, über einige Nymphenstadien, bis zur „erwachsenen“ Wanze. Bei genauer Suche könnte man auf dem Bett abgestoßene Häute der Bettwanzen erkennen.
Aufgrund ihrer angepassten Überlebenskünste überrascht es dich vielleicht zu hören, aber auch Bettwanzen sterben irgendwann auf natürlichem Wege: So leben sie im Schnitt zwischen sechs und zwölf Monaten. Beeindruckend ist dabei auch, dass es sich dabei praktisch um die gleiche Zeit handelt, wie Bettwanzen ohne Nahrung überleben können sollen (laut Wikipedia bis zu 40 Wochen).
e. Blutspuren an der Bettwäsche
Unter Umständen können auch menschliche Blutspuren als Folge von Bettwanzenbissen auf den Bettsachen gefunden werden. Dabei besteht jedoch noch sehr große Verwechslungsgefahr, da nicht zwangsweise Bettwanzen daran schuld sein müssen, sondern auch viele andere Insekten in Frage kommen. Blutflecken an der Bettwäsche können aber ein frühzeitiger Hinweis auf ein mögliches Bettwanzenproblem sein.
Du solltest dieses Indiz aber nicht als Hauptbeweis verwenden. Falls doch sofort die Alarmglocken bei dir läuten, überprüfe definitiv die anderen Anzeichen für einen Bettwanzenbefall. Sollte es sich doch bewahrheiten, dann kannst du schnell Handeln und das Problem bereits im Anfangsstadium bekämpfen. Das kann ein riesiger Vorteil sein. Wie das auf der Bettwäsche aussehen kann, seht ihr hier.
f. Geruch
Vor allem bei einem fortgeschritten Bettwanzenbefall ist ein eklig-süßlicher Geruch ein typisches Erkennungsmerkmal infizierter Räume und Gebäude. Dabei handelt es sich um ein Sekret, dass Bettwanzen aussondern um sich gegenseitig anzulocken. Je mehr Bettwanzen in einem (schlecht belüfteten) Raum sind, desto stärker ist dieser Geruch wahrnehmbar.
g. Bettwanzeneier
Auch wenn die Eier wie die Bettwanzen schwer zu finden sind, so stellen sie trotzdem einen weiteren Hinweis sowohl auf die Existenz von Bettwanzen in einem Raum als auch auf die tatsächlich genutzten Verstecke dar. Eine weibliche Bettwanze legt bis zu 12 Bettwanzeneier an einem Tag und bis zu 200 während ihres Lebens.
Diese haben eine ungefähre Größe von einem 1mm, sind leicht transparent und weiß-cremefarbig. Das Entdecken der Verstecke für Bettwanzeneier ist essentiell zur gründlichen Beseitigung des Bettwanzenproblems.
Was sind typische Verstecke von Bettwanzen?
Aufgrund ihrer kleinen Größe können sich Bettwanzen so ziemlich überall verstecken. Dennoch gibt es einige Orte, wo sie häufiger zu finden sind als anderswo. In einem Schlafzimmer im eigenen Haus handelt es sich häufig um die Matratze oder das Bettgestell. In einem Hotelzimmer hingegen sind es eher Möbel und Gegenstände am Kopfende des Bettes als um die Matratze selbst.
Das liegt daran, dass Bettwanzen ungestörte Verstecke bevorzugen und in einem Hotel die Bettsachen häufiger gewechselt werden. Ein Nachttisch bietet da ein ruhigeres Versteck und ist trotzdem ziemlich nah an der nächsten Mahlzeit. Weitere Gegenstände und Orte, wo ihr bei der Suche fündig werden könntet, seht ihr in der folgenden Tabelle.
Tipp: Um Bettwanzen erkennen zu können, hilft es zudem sich vorzustellen, wo man sich als Bettwanze verstecken würde. Es sollte möglichst dunkel, schwer zugänglich und dennoch nah an der nächsten Mahlzeit sein. Jede noch so kleine Spalte oder ein Riss in der Wand können als Rückzugsort dienen.

3 Comments

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